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VERTIKATOR-HochTrans
Der vertikale Austausch von
schadstoffbelasteten Luftmassen aus der bodennahen Grenzschicht in höhere Luftschichten der Atmosphäre erfolgt sehr effektiv in konvektiven Wolken, insbesondere in Gewitterwolken. Bevorzugte Auslöser dieser
Vertikalbewegungen sind Mittel- oder Hochgebirgsregionen wie der Schwarzwald oder die Alpen.

Das Projekt ´HochTrans
- Hochreichende Transportprozesse´ untersucht im Rahmen des VERTIKATOR Verbundes die Größenordnungen dieser Austauschprozesse. Von besonderem Interesse
sind dabei die Ansaugwirkung der Alpen auf die Luft im Alpenvorland infolge von Strahlungserwärmung und die darauf folgenden vertikalen Ausgleichsbewegungen.
Zwei Feldexperimente im
Sommer 2002 untersuchen diese Strömungsprozesse im Nordschwarzwald und am Alpennordrand. Das Polarisations-Dopplerradar POLDIRAD des DLR in
Oberpfaffenhofen und das bistatische Radarnetzwerk messen verschiedene Arten von Niederschlag wie Regen, Graupel oder Hagel
sowie den Wind in Gewitterwolken. Das Forschungsflugzeug FALCON misst Wind, Temperatur, Druck, Feuchte (vom Flugzeug und mittels
Dropsonden) sowie die Konzentrationen von Spurenstoffen bis in grosse Höhen im Gewitteramboss. Ein vom Flugzeug aus nach unten schauendes WIND-Lidarsystem erfasst das Windprofil bis zum Boden.
Die in den Experimenten durchgeführten Beobachtungen werden mit den
entsprechenden Ergebnissen von numerischen Modellen wie MM5 (Fifth-Generation NCAR / Penn State Mesoscale Model) oder dem LM (Lokal Modell) des Deutschen Wetterdienstes verglichen. Damit sollen sowohl die vertikalen Austauschprozesse und insbesondere der
Abtransport von Schadstoffen aus der belasteten bodennahen Grenzschicht besser verstanden und quantifiziert werden . Weiterhin sollen die Niederschlagsvorhersagen im Bereich von Mittel- und Hochgebirgen
und die Möglichkeiten ihrer Verbesserung überprüft werden.
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